Manchmal hilft ein Gespräch: Beratung und Seelsorge für Mitarbeitende

„Adventskranz“ der Mitarbeiterseelsorge

An jedem Adventssonntag, also am 2., 9., 16. und 23. Dezember, zündet unsere Mitarbeiterseelsorgerin Schwester Irmgard Richter hier eine Kerze am Adventskranz an: mit einem geistlichen Impuls, der zum Innehalten im Trubel der Vorweihnachtszeit einlädt.

Warten ist nervig. Wer hält schon gern vor einer roten Ampel? Sitzen im Wartezimmer, Zeit verlieren in der Warteschleife am Telefon… Sie wissen, was ich meine. Selbst auf etwas Schönes zu warten fällt uns schwer. Und doch ist das ein bisschen anders: Warten als Vorfreude – zum Beispiel auf Weihnachten – oder sehnsüchtiges Warten. Der Advent zelebriert das Warten: nicht gleich alle Lichter am Adventskranz anzünden, sondern „erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier…“

Auf wen oder was warten Sie?

Zur Zeit von Jesus wartete das Volk Israel sehnsüchtig auf den seit langem versprochenen Erlöser. Sie litten unter der Willkürherrschaft der Mächtigen und der demütigenden Besatzungsmacht der Römer. Doch der Heiland, der im Stall von Bethlehem geboren wurde, kam mit einem ganz anderen Auftrag, als sie gedacht hatten. Die Not der Welt beendete er nicht. Er litt mit ihnen. Und er bot ihnen an: „Ich mache, dass alles gut wird zwischen Gott und Euch. Ihr habt einen Platz in Gottes Herz. Das ist euer wahres Glück, nicht nur in dieser Welt, auch in der kommenden.“

Bis heute steht dieses Angebot. Alle Geschenke, die wir in buntes Papier packen, können dafür Zeichen sein. Und die Kerzen am Adventskranz erinnern uns an das sehnsuchtsvolle Warten auf den Erlöser, der schon seit 2000 Jahren für uns da ist.

 

Foto: istockphoto/ smileus

 

 

In früheren Zeiten war es üblich, vor den großen Festen gründlichen Hausputz zu halten. Vielleicht, weil man es für den Besuch schön machen wollte? Und auch ohne Großputz gibt es vor Weihnachten vieles vorzubereiten: besonderes Essen einkaufen und kochen, Plätzchen oder Stollen backen, Geschenke vorbereiten, Post verschicken… Oft hat man Angst, man kann gar nicht alles schaffen!

So ging es dem Mann in dieser Geschichte*:
Ein Mann erfuhr, dass Gott zu ihm kommen wollte. „Zu mir?“ schrie er. „In mein Haus?“ Er rannte in alle Zimmer, er lief die Stiegen auf und ab, er kletterte zum Dachboden hinauf, er stieg in den Keller hinunter. Er sah sein Haus mit anderen Augen. „Unmöglich!“ schrie er. „In diesem Dreckstall kann man keinen Besuch empfangen. Alles voller Gerümpel. Kein Platz zum Ausruhen. Keine Luft zum Atmen.“ Er riss Fenster und Türen auf. „Brüder! Freunde!“ rief er. „Helft mir aufzuräumen – irgendeiner! Aber schnell!“ Er begann, sein Haus zu kehren. Durch dicke Staubwolken sah er, dass ihm einer zur Hilfe gekommen war. Sie schleppten das Gerümpel vors Haus, schlugen es klein und verbrannten es. Sie schrubbten die Stiegen und Böden. Sie brauchten viele Kübel Wasser, um die Fenster zu putzen. Und immer noch klebte der Dreck an allen Ecken und Enden. „Das schaffen wir nie!“ schnaufte der Mann. „Das schaffen wir!“ sagte der andere. Sie plagten sich den ganzen Tag. Als es Abend geworden war, gingen sie in die Küche und deckten den Tisch. „So“, sagte der Mann, „jetzt kann er kommen, mein Besuch! Jetzt kann Gott kommen. Wo er nur bleibt?“ „Aber ich bin ja da!“ sagte der andere und setzte sich an den Tisch. „Komm, und iss mit mir!“

*Die Geschichte von Lene Mayer-Skumanz ist ursprünglich im Gabriel-Verlag unter dem Titel "Der Besuch" erschienen. Die Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Autorin. 


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Warum ein Gesprächsangebot?

Als Mitarbeiter/in der Evangelischen Stadtmission Freiburg leisten Sie anspruchsvolle Arbeit. Mit Leib und Seele sind Sie dabei. Das Angebot der Mitarbeiter-Seelsorge will Sie dabei unterstützen, gut für Ihre Seele zu sorgen. Gespräche können nicht jedes Problem lösen, helfen aber manchmal, einen nächsten Schritt zu sehen oder Schweres gut zu bewältigen. Dabei darf es auch um ganz persönliche und private Dinge gehen.

Als Seelsorgerin bin ich zur Verschwiegenheit verpflichtet. Weder Kollegen/ Kolleginnen noch Vorgesetzte erfahren, dass Sie die Mitarbeiter-Seelsorge in Anspruch genommen haben.

Das Angebot der Mitarbeiterseelsorge ist unabhängig von Ihrer religiösen Zugehörigkeit. Glaube und Glaubenszweifel können ein Thema sein - aber nur, wenn Sie das wünschen. Sie geben vor, worum es im Gespräch gehen soll.

Nichts, außer Ihrer Zeit und der Bereitschaft zu reden. Die Gespräche sind für Sie kostenlos. Mein Gehalt zahlt die Evangelische Stadtmission. Ihre Gesprächstermine vereinbaren Sie mit mir so, dass sie in der Regel außerhalb Ihrer Arbeitszeit liegen.

Sie haben die Wahl: Sie können mich in meinem Freiburger Büro in der Dreisamstraße 7 aufsuchen. Wir können uns an Ihrem Arbeitsplatz treffen oder an einem neutralen Ort. Auch Hausbesuche sind möglich.

Das bin ich

Durch meine Schwesterntracht bin ich als Mitglied einer evangelischen Schwesternschaft (Diakonisse) erkennbar. Ähnlich wie katholische Ordensfrauen lebe ich ehelos. Mein Gehalt geht an die Gemeinschaft und ich unterstehe einer Oberin als Leitung.

  • Ausbildung zur Religionspädagogin (Diakonin)
  • Studium der Erziehungswissenschaft und der Deutschen Literatur
  • Tätigkeit als Dozentin, Schulleiterin, Seelsorgerin und Moderatorin
  • Prädikanten-Ausbildung in der Württembergischen Landeskirche
  • Trainerin für Emotionale Kompetenz

Weitere Angebote

Geplant sind außerdem Seminare, Kurse und Veranstaltungen, z.B. zu folgenden Themen:

  • Work-Life-Balance und Selbstfürsorge
  • Konflikte und Kommunikation
  • Gott, Glaube und Zweifel

Die Angebote und Termine finden Sie im Fortbildungskalender im Intranet der Homepage.

Gerne dürfen Sie mich auch einladen...

  • zur Begleitung von Teams
  • zum Training der Emotionalen Kompetenz
  • zur Mitgestaltung von Feiern und Festen