Ausbildung

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Pflegeberufegesetz? Generalistik? Was bedeutet das für meine Ausbildung?

Mit dem Pflegeberufegesetz werden ab dem 1. Januar 2020 die Ausbildungen in der Altenpflege sowie der Kranken- und Kinderkrankenpflege zusammengelegt. Welche Veränderungen das Gesetz mit sich bringt, steht hier.

Infos zur Ausbildung in der Altenpflege - vor und ab 2020 - gibt's hier.

 


Wir bilden qualifizierte Fachkräfte für einen lebendigen und vielseitigen Beruf aus. Das ist deine Chance!

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Seniorenpflegeheim Breisach

Dietrich-Bonhoeffer-Haus, Bad Krozingen

Haus der Altenpflege, Lörrach

Seniorenpflegeheim Bötzingen

Haus Siloah, Bad Krozingen

Wichernhaus, Freiburg

 


Unser Ausbildungsbotschafter

Mustafa Teskeredzic (23) ist Ausbildungsbotschafter der Evangelischen Stadtmission Freiburg.

Im Wichernhaus Freiburg wird er zur Pflegefachkraft ausgebildet. Zusätzlich lässt er sich beim Diakonischen Werk Baden als "Young Diakonie Scout" schulen.

Als unser Botschafter für die Pflege-Ausbildung informiert er interessierte Jugendliche bei Jobmessen über seine Arbeit, ist Ansprechpartner für Schulklassen und beteiligt sich an der Öffentlichkeitsarbeit.

Fragen an den Ausbildungs-Botschafter

Warum hast du dich für eine Ausbildung in der Altenpflege entschieden?
Bevor ich mich für die Ausbildung entschieden habe, habe ich in meiner Heimat zwei Jahre lang Sozialarbeit studiert. Ich wollte schon immer einen Beruf ausüben, in dem ich Menschen helfe, die auf Hilfe von anderen angewiesen sind. Außerdem haben mich Fälle von Bedürftigkeit, die ich privat erlebt habe, stark mitgenommen und mir so in meiner Entscheidung geholfen.

Was gefällt dir besonders gut an deiner Ausbildung?
Die Ausbildung ist sehr abwechslungsreich und der Alltag ist nie gleich. Man lernt immer wieder neue Menschen kennen und muss sich immer wieder auf neue Situationen einstellen. Wir lernen Pflegekonzepte, die wir später als Pflegefachkräfte umsetzen sollen.

Gibt es auch schwierige oder belastende Momente?

Jeder Frühdienst, also das Aufstehen morgens (lacht)…  Ja, natürlich. Aber das ist sehr individuell. Bei manchen ist es der Umgang mit Sterbenden, bei anderen die Ekel- und Geruchstoleranz. Sehr schwer fällt mir, wenn ein Bewohner, mit dem ich mich besonders gut verstanden habe, gehen muss, also unsere Welt verlässt. Und was ich persönlich schade finde, ist, dass manche Senioren selten oder sogar gar keinen Besuch kriegen.

Viele glauben, dass Altenpflege ein Frauenberuf ist.
Was sagst du als Mann dazu?

Ich finde, es ist eine interessante, aber schwere ‚Baustelle‘. Ich empfinde es überhaupt nicht als Frauenberuf, weil es körperlich und psychisch sehr belastend ist. Aber es ist noch immer ein größerer Anteil von Frauen, die den Job ausüben, als Männer, was ich persönlich schade finde. Hiermit würde ich gerne die junge Männer aufrufen, ihre Kraft und Ausdauer an der richtigen Stelle einzusetzen.

Was sind deine Pläne für die Zeit nach der Ausbildung?
Hast du ein Karriereziel?

Ja, auf jeden Fall möchte ich in der Pflege bleiben. Es gibt eine Vielfallt von Möglichkeiten, eine Karriere zu machen und sich weiterzubilden. Erst möchte ich das Examen schaffen und dann schau‘ ich mal weiter. Ich habe schon überlegt, nach der Ausbildung eine Weiterbildung zu machen zur Wohnbereichsleitung, aber das hat noch Zeit.

Als Ausbildungsbotschafter willst du Jugendliche für die Altenpflege begeistern. Was sind deine Argumente?
Es ist ein Beruf der Zukunft. Es ist ein Beruf, der sicher ist, in dem man sich in verschiedenen Richtungen weiterbilden und wirklich gute Karriere machen kann. Außerdem ist es ein Beruf, in dem man auch viel Spaß hat durch die Begegnung mit verschiedensten Menschen - Senioren und Kollegen.

Du machst nicht nur Werbung für deinen Beruf, sondern auch für deinen Arbeitgeber. Warum lohnt es sich, die Ausbildung bei der Evangelischen Stadtmission Freiburg zu machen?
Ich bin im Wichernhaus tätig und kann für meine Kollegen sagen, dass die sehr hilfsbereit, gut ausgebildet und nett sind. Die Stadtmission ist ein Arbeitgeber, der auch nach der Ausbildung zum Altenpfleger Möglichkeiten anbietet, sich weiterzubilden und eine Karriere zu machen. Dazu muss ich auch klar sagen, dass wir, also die Azubis der Evangelischen Stadtmission Freiburg, eine gute Vergütung haben. Ich kann nur empfehlen, sich für ein Praktikum, FSJ oder eine Ausbildung zu bewerben und es aus eigener Erfahrung zu entdecken.

In der Sendereihe "Vision - Mission - Stadtmission" von bw.family.tv lief im Dezember ein Beitrag über die Ausbildung in der Altenpflege bei der Evangelischen Stadtmission Freiburg. Der Beitrag wurde von der ERB Medien GmbH im Sommer 2015 im Wichernhaus Freiburg und im "Haus der Altenpflege" in Lörrach gedreht.

 


Begleitung auf dem Ausbildungsweg

Praxisanleiterinnen stehen den Altenpflege-Azubis zur Seite

Hinter dem sterilen Begriff "Praxisanleitung"  stehen viele starke Persönlichkeiten, die sich vom Praktikum bis zum Examen für "ihre" Auszubildenden einsetzen. Sie begleiten die angehenden Altenpflegekräfte nicht nur  fachlich, sondern sind auch Ansprechpartner für deren Sorgen und Freuden. Wir stellen Ihnen zwei engagierte Praxisanleiterinnen aus Freiburg und Bad Krozingen vor.

Für die Azubis geht sie durchs Feuer

Praxisanleiterin Iris Kliver (links) unterstützt die Schülerin Ida Ortmann (3. Ausbildungsjahr) beim Bewegungstraining mit einem Bewohner.

Iris Kliver arbeitet seit dem Anfang der 90er-Jahre im Seniorenpflegeheim Wichernhaus der Evangelischen Stadtmission Freiburg.  Vorher war sie 7 Jahre in der ambulanten Pflege tätig. "Schon damals habe ich mich um die Schülerinnen und Schüler gekümmert, das hat mir immer viel Spaß gemacht", erinnert sie sich. Als sie dann vor 10 Jahren die Stelle als Praxisanleitung angeboten bekam, sagte sie mit Freuden zu.

Seitdem ist sie von der Arbeit in der Pflege freigestellt, um die Auszubildenden auf deren Weg zur Fachkraft für Altenpflege zu begleiten. "Ich setze mit den Schülern praktisch um, was sie in der Altenpflegeschule theoretisch lernen. Sie erhalten Anleitungen zu bestimmten Themen - meist einzeln, aber auch in Gruppen – und ich begleite sie regelmäßig bei ihrem Dienst auf den Wohnbereichen. So erlebe ich die Schüler im Arbeitsalltag, und sie haben jemanden dabei, den sie fragen können." Die Praxisanleiterin sorgt auch dafür, dass die Azubis über den "Tellerrand" ihres Wohnbereichs hinausblicken. "Wenn zum Beispiel anderswo im Haus ein Bewohner mit einem besonderen Krankheitsbild liegt, gebe ich den Schülern Bescheid, damit sie etwas dazulernen können."

Was gefällt Iris Kliver besonders an ihrer Arbeit? "Wenn es mir gemeinsam mit dem Schüler oder der Schülerin gelingt, die Stärken zu fördern und das Positive herauskitzeln. Wenn ich einen Schüler oder eine Schülerin drei Jahre lang begleitet habe und der gute Kontakt auch nach der Übernahme bestehen bleibt", nennt Kliver zwei Beispiele. Doch ihre Arbeit bringt auch Herausforderungen mit sich: "Bei uns werden 10-15 Azubis gleichzeitig ausgebildet. Das ist eine Mischung aus verschiedenen Altersgruppen, Kulturen und Sprachen. Und natürlich gibt es viele individuelle Unterschiede." Zu ihren Aufgaben gehört auch die Beurteilung der Auszubildenden. Hier gibt es auch schwere Momente, etwa "wenn ich bei einem Schüler zwar Lernfortschritte sehe und er sich richtig anstrengt, aber trotzdem die Leistung nicht ausreicht, um die Ausbildung fortzusetzen".

Am Ende der Ausbildung bleiben die frisch gebackenen Fachkräfte vielfach im Wichernhaus - zurzeit sind über 50 Prozent der Fachkräfte im Haus "Eigengewächse". Das mag auch an der guten Begleitung während der drei Ausbildungsjahre liegen. Die Auszubildenden fühlen sich hier jedenfalls gut aufgehoben, wie eine Schülerin bestätigt: "Frau Kliver geht für uns durchs Feuer!"

Sie stärkt dem Nachwuchs den Rücken

Auch dem Dietrich-Bonhoeffer-Haus in Bad Krozingen bleiben die ehemaligen Azubis gerne treu – rund die Hälfte der heutigen Fachkräfte hat ihren Beruf hier gelernt. Margot von Beckerath ist die Praxisanleitung für dieses Pflegeheim sowie das Haus Siloah, das ebenfalls  zur Evangelischen Stadtmission gehört. Als gelernte Krankenschwester ist sie sozusagen eine Quereinsteigerin in der Altenpflege. Einschlägige Berufserfahrung brachte sie jedoch aus der ambulanten Altenpflege mit, als sie im Jahr 2001 ihre Stelle als Praxisanleiterin antrat. "Mir macht es Spaß, jungen Menschen etwas beizubringen", erklärt von Beckerath ihre Motivation. Außerdem möchte sie dazu beitragen, den Azubis das zu geben, was ihr in der eigenen Ausbildung fehlte: "Ich habe in den 70er-Jahren in einem Krankenhaus bei Ordensschwestern gelernt. So etwas wie eine Praxisanleitung als Begleiterin gab es da noch nicht. Mir hätte so eine Begleitung damals sehr geholfen."

Heute kann sie selbst für die Schülerinnen und Schüler da sein - sogar schon vor dem Beginn der eigentlichen Ausbildung: von Beckerath ist bei Bewerbungsgesprächen dabei, kümmert sich um Hospitanten und Praktikanten und führt bei Bedarf auch Gespräche mit der Arbeitsagentur oder der Ausländerbehörde. Zudem sorgt sie für den Kontakt mit der Altenpflegeschule.

In der eigentlichen Ausbildung bekommen die Schüler dann pro Halbjahr 25 Stunden pädagogische Begleitung, entweder in Einzel-, Doppel- oder Gruppenbetreuung. Die täglichen Handgriffe und Behandlungsschritte werden teilweise direkt an Bewohnern geübt, aber auch an anderen Schülern oder an einer Pflegepuppe. "Ich lege auch viel Wert darauf, dass die Schüler die Perspektive der Bewohner kennenlernen. Neulich habe ich ein Rollstuhltraining angeboten. Die Azubis mussten sich  im Rollstuhl durch Bad Krozingen bewegen. So konnten sie am eigenen Leib erfahren, welche Hindernisse sich ihnen in den Weg stellen und auch, wie angewiesen sie auf die Hilfe anderer sind." Da die Arbeit in der Pflege körperlich anspruchsvoll ist, vermittelt die Praxisanleiterin auch, wie die angehenden Fachkräfte auf ihre Gesundheit achten können, etwa durch ein stärkendes Rückentraining. Nicht selten geht ihre Arbeit über das rein Fachliche hinaus: "Ich bin auch die Ansprechpartnerin für gesundheitliche oder familiäre Sorgen der Schüler."

Die Seniorenpflegeheime der Evangelischen Stadtmission stehen für ein christliches Menschenbild, das sich im Umgang mit den anvertrauten Menschen widerspiegeln soll. Spielt der Glaube bei der Arbeit mit den Azubis da auch eine Rolle? "Die Schüler müssen keine gläubigen Christen sein, aber sie sollten den Glauben der Bewohner achten", meint von Beckerath. Im Rahmen der Ausbildung würden sich viele Schüler angesichts von Schmerzen und Tod mit der Frage nach dem Sinn auseinandersetzen. Aber wie sie zum Glauben stehen, sei sehr unterschiedlich: "Das reicht vom muslimischen Praktikanten, der den Ramadan einhält, bis zum Umschüler aus dem IT-Bereich, der als Pfleger die christliche Nächstenliebe leben will."

Die Praxisanleiterin kümmert sich übrigens nicht nur um junge Leute, die gerade die Schule absolviert haben: "Wir bilden auch einige gestandene Familienmütter und -väter aus, die in der Pflege eine neue berufliche Perspektive gefunden haben." Für Interessierte jeden Alters kann Margot von Beckerath eine Ausbildung in der Altenpflege empfehlen, denn "dieser Beruf hat Zukunft und ist wegen des demographischen Wandels krisensicher. Gute Pfleger mit einer qualifizierten Ausbildung werden immer gebraucht!"

 


Der Rapper Idref hat ein Musikvideo im Seniorenheim gedreht:

Credits

Drehbuch/Idee und Text: Idref
Musik: Timecy/Ohrbeat
Video: Julian Jakobsmeyer
Location: St. Johannisstift Altenheim

Von Idref stammt auch das Stück "Gemeinsam", ein Lied für alle Pflegekräfte dieser Welt.

Credits:
Text: Idref
Musik/Mix/Master: Timecy
Gesang von: Stephanie Garris
Idee: Idref

 


In einem Film der bpa-Landesgruppe Baden-Württemberg erzählen vier angehende Altenpflegekräfte von ihrer Ausbildung.

Berufswahl Altenpflege - Eine Initiative des bpa

Weitere Infos: www.youngpropflege.de

 


Altenpflege? Muss ich da den ganzen Tag Windeln wechseln?

Glaub nicht alles, was du hörst!
Altenpflege ist anders und mehr, als du denkst:

Du übernimmst Verantwortung

Du sorgst nicht nur dafür, dass alte Menschen "satt und sauber" sind. Auf der Basis fachlicher und menschlicher Kompetenz bist du verantwortlich für die Gesundheit und das Wohlbefinden "deiner" Bewohner, du unterstützt und motivierst Menschen, ihre Fähigkeiten zu erhalten oder wiederzugewinnen. Darüber hinaus bist Du zuständig für die Organisation des Stationsablaufs, das Medikamantenhandling, die EDV-gestützte Pflegeplanung, Fachberatungen und die Koordination verschiedener Berufsgruppen.

Du lernst Menschen kennen

Du hast Kontakt mit vielen interessanten Menschen – Senioren mit ihren gelebten Biographien, Angehörigen, Kollegen, Ärzten und Therapeuten.

Du lernst nicht nur für deinen Beruf

Vieles, was du in deiner Ausbildung zur Altenpflegefachkraft lernst, nutzt dir auch im privaten Leben - Einfühlungsvermögen, Beziehungsgestaltung und bewusste Kommunikation, Maßnahmen zum Erhalt der Gesundheit und natürlich auch der Umgang mit Krankheit sind nur einige Beispiele für Fähigkeiten, die der eigenen Persönlichkeitsreifung zugute kommen.

Die Kasse stimmt

Nur wenige Ausbildungsberufe sind so gut bezahlt – die Stadtmission zahlt schon im 1. Ausbildungsjahr fast 900 Euro im Monat. Im 3. Jahr verdienst du rund 1.050 Euro.

Du hast gute Aufstiegschancen

Bei der Stadtmission pflegst du nicht nur Senioren, sondern auch deine Karriere. Mit den monatlichen Fortbildungsangeboten bleibst Du immer auf dem Laufenden. Und mit den entsprechenden Weiterbildungen kannst Du dich nach der Ausbildung als PraxisanleiterIn, als gerontopsychatrische Fachkraft, als Palliativfachkraft u.v.m. spezialisieren, die Leitung eines Wohnbereichs übernehmen oder dich zur verantwortlichen Pflegefachkraft hocharbeiten und die pflegerische Leitung eines Hauses übernehmen.

Du bist nicht allein

  • Während deiner Ausbildung kümmert sich eine freigestellte Praxisanleitung um dich.
  • In all unseren Einrichtungen arbeiten mehrere Auszubildende zusammen.
  • Und auch nach der Ausbildung ist Pflege ein Mannschaftssport - Pflegekräfte sind Teamplayer!

Du hast die Wahl

Die Stadtmission betreibt sechs Seniorenheime - zwei weitere sind in Planung - und eine ambulante Diakoniestation im Raum Freiburg und Umgebung. Such dir den Ort, das Haus oder das Pflegeangebot (ambulant/stationär) aus, die zu dir passen!

Du bestimmst das Tempo

Es muss nicht gleich die 3-jährige Ausbildung zur Altenpflegefachkraft sein. Die Stadtmission braucht auch AltenpflegehelferInnen.

 


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Unser Ausbildungsflyer

Warum gerade Altenpflege?

In einem Spot der Agentur Aufwind - gedreht im Seniorenpflegeheim Breisach - und in einem Kurzfilm der Diakonie schildern Altenpflege-Schülerinnen ihre Erfahrungen.

Videoportal YouJob Altenpflege

Kampagne "Soziale Berufe kann nicht jeder" der Diakonie mit Infos zur Altenpflegeausbildung

Infos der Landeskampagne "Vom Fach für Menschen" zur Altenpflege-Ausbildung

 
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Bitte senden Sie Ihre schriftliche Bewerbung an:

Ev. Stadtmission Freiburg e.V.
z.H. Herrn Schäfer
Gesamtpflegedienstleiter
Adelhauser Str. 27
79098 Freiburg
E-Mail