Bahnhofsmission bei Baden TV

Der lokale Fernsehsender Baden TV Süd hat am 30.11.2018 ein Interview mit Philipp Spitzcok, einem der beiden Leiter der Bahnhofsmission Freiburg, ausgestrahlt. 

Es ging dabei um die Angebote der Bahnhofsmission für obdachlose Menschen.

Hier geht es zum Interview.

 

Warten ist nervig. Wer hält schon gern vor einer roten Ampel? Sitzen im Wartezimmer, Zeit verlieren in der Warteschleife am Telefon… Sie wissen, was ich meine. Selbst auf etwas Schönes zu warten fällt uns schwer. Und doch ist das ein bisschen anders: Warten als Vorfreude – zum Beispiel auf Weihnachten – oder sehnsüchtiges Warten. Der Advent zelebriert das Warten: nicht gleich alle Lichter am Adventskranz anzünden, sondern „erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier…“

Auf wen oder was warten Sie?

Zur Zeit von Jesus wartete das Volk Israel sehnsüchtig auf den seit langem versprochenen Erlöser. Sie litten unter der Willkürherrschaft der Mächtigen und der demütigenden Besatzungsmacht der Römer. Doch der Heiland, der im Stall von Bethlehem geboren wurde, kam mit einem ganz anderen Auftrag, als sie gedacht hatten. Die Not der Welt beendete er nicht. Er litt mit ihnen. Und er bot ihnen an: „Ich mache, dass alles gut wird zwischen Gott und Euch. Ihr habt einen Platz in Gottes Herz. Das ist euer wahres Glück, nicht nur in dieser Welt, auch in der kommenden.“

Bis heute steht dieses Angebot. Alle Geschenke, die wir in buntes Papier packen, können dafür Zeichen sein. Und die Kerzen am Adventskranz erinnern uns an das sehnsuchtsvolle Warten auf den Erlöser, der schon seit 2000 Jahren für uns da ist.

Sr. I. Richter, Mitarbeiterseelsorgerin der Evang. Stadtmission Freiburg

Vielleicht nehmen Sie sich die Zeit, hier bei der Weihnachtskrippe ein wenig zu verweilen, die Figuren näher anzusehen, sich zu wundern, mit welcher Feinheit die jungen Künstler die Gesichter und die Körperhaltungen gestaltet haben. Was haben sie sich wohl dabei gedacht? So eine „heilige Familie“ und die sie umgebenden frommen Gestalten, passt das überhaupt in eine Bahnhofspassage?

„Ja, das passt so“, meinen wir, Ehrenamtliche und Leitung der Bahnhofsmission hier vor Ort. Jedes Jahr sorgen wir für diesen einladenden Kontrast zum alltäglichen Betrieb - im Hin und Her hier am Bahnhof, zu Hause oder in der Stadt - inmitten des Rennens und Hetzens. Wir meinen, dass die Darstellung der Weihnachtskrippe zum Nachdenken anregen kann. Für uns Christen ist dieses Jesus-Kind eine überzeugende Zusage unseres Gottes, dass er es sehr gut mit uns und unserer Welt meint. „Bereitet dem Herrn den Weg! Ebnet ihm die Straßen! Und alle Menschen werden das Heil sehen, das von Gott kommt“, sagt Johannes der Täufer, der das Kommen Jesu ankündigt (Lk 3,4). Am 2. Advent hört man davon in den katholischen Kirchen.

Was sollen wir denn vorbereiten? Welche Wege sollen wir ebnen?

Heißt das: Weihnachtsgeschenke kaufen, feines Essen planen, Weihnachtsbaum besorgen, Urlaub nehmen, ein Familienfest vorbereiten? Alles schön und gut.

Wir wissen aber auch, dass wir die Wege zu den Armen, zu den Vereinsamten, Kranken und Hilfsbedürftigen ebnen müssen, hier im Land und in vielen Krisenregionen der Welt. Sehr viele Menschen denken auch in diesen Tagen daran. Sehr viele Menschen spenden vor allem in der Weihnachtszeit. Die Hilfsbereitschaft für die Bedürftigen ist enorm.

Jesus kam in einer Notunterkunft zur Welt, in einem Stall. Über die Wohnungsnot für Arme und geflüchtete Menschen lesen wir täglich. Was wir auch immer tun können, um zu helfen, hier oder dort, es hilft, die Wege zu ebnen, damit die Welt heiler wird. Der Blick zum Nächsten führt zu neuen Horizonten im eigenen Leben. Am 2. Advent wird folgerichtig in den evangelischen Kirchen auch an die Wiederkunft Christi am Ende der Zeiten erinnert: "Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht!" (Lukas 21,28).

A. Theis, ehrenamtlicher Mitarbeiter der Bahnhofsmission

Was hat Johannes mit dem Advent zu tun? Sein Namenstag feiert die Kirche seit dem 5.Jahrhundert am 24.Juni. Der Johannistag hat in unserem Kulturkreis vielfache Bedeutung. Die Sonnenwende findet statt, d.h. es ist der längste (helle) Tag und die kürzeste Nacht. Danach werden die Tage wieder kürzer, täglich um wenige Minuten.

In der Landwirtschaft hat der Johannistag eine besondere Bedeutung. Die Spargelsaison endet mit diesem Datum und  für andere Feldfrüchte beginnt die Erntezeit. In ländlichen Gegenden finden Sonnwend-Feuer statt. Zum Johannisfeuer gehört der segenbringende Sprung über das Feuer. Er überwindet Unheil, reinigt von Krankheit. Dieses germanische Brauchtum ist zum christlichen Festanlass übernommen worden und wurde so zur „Sommerweihnacht“.

Mit dem Advent hat er doch etwas zu tun, der Johannistag. Er ist die Zeit für reine Wende. Nach dem Lukas-Evangelium war Johannes dazu berufen, durch seinen Ruf zur Umkehr (Wende) das Volk auf das Kommen  Jesu  vorzubereiten. Johannes war es auch, der Jesus im Jordan taufte. Wobei heute immer noch strittig ist, ob dieses epochale Ereignis am östlichen oder am westlichen Ufer des Jordans stattgefunden hat.

Wie dieser Ruf zur Umkehr von der alten Heilslehre als Wende zur Ankunft Jesu und somit zu einer Botschaft für ein neues Heilsversprechen war, so hat die Funktion des Johannes für die heutige Adventszeit nicht nur seine symbolische Bedeutung. Könnte dieser Wende-Ruf für unsere modernen Lebensgewohnheiten mit „Just for Fun“-Vergnügungssucht bis nachts um vier und den ausufernden Konsumgewohnheiten nicht auch ein Denkanstoß für das eigene Verhalten sein? Ist es so schwierig, sich dem Jubel-Trubel-Heiterkeits-Rausch und der glitzernden Beleuchtungs-Orgie an Schaufenstern und Tannenbäumen zu entziehen? Oh Tannenbaum…, wie grün sind denn deine Blätter? Was ist der besondere Reiz an dem Weihnachtsmarkt-Tourismus, bei dem die Leute an den Bratwurst- und Glühweinständen mit einem Glas Glühwein in der Hand versuchen die Weihnachtsmarkt-Idylle aus ihrer Kindheit reinzuschlürfen?

Wie kann man diesen unheiligen Zeitgeist umgehen? Freiburg bietet stadtnah entspannende Park- und Waldgebiete, wo man ohne Geräuschkulisse und grelles Blendwerk das Tannengrün naturnah genießen kann. Dabei kann man sich auf Sinn und Zweck der adventlichen Vorweihnachtszeit – Advent = Ankunft, Erwartung – besinnen. Wie heißt es so schön in dem Lied „Maria durch ein‘ Dornwald ging“? „...da haben die Dornen Rosen getragen“. Vielleicht kann dieses unrealistische Naturereignis unsere Fantasie anregen und uns in eine andere Sphäre versetzen. So könnten wir den Inhalt des Advents - der Vorbereitungszeit auf das große Fest - mit unseren eigenen Gedanken füllen. Wenn man danach heruntergekommen ist von der überreizten Werbeflut, könnte eine Einkehr in ein gemütliches Gasthaus ein wohliges Gefühl verleihen, gar bei einem Glas Glühwein.

Aus dem weiteren Liedtext „Johannes soll sein Täufer sein“ kann uns Johann Baptist (griechisch: Täufer) Wegbereiter sein. Wir müssen dazu nicht in die Wüste gehen, wo Johannes die Stille suchte. Insofern kann Johannes der Täufer uns in der Adventszeit einen sinnvollen Weg weisen.              

H. P. Albrecht, ehrenamtlicher Mitarbeiter der Bahnhofsmission

Meine Seele erhebt den Herrn
Und mein Geist freut sich Gottes, meines Heilandes;
Denn er hat die Niedrigkeit seiner Magd angesehen.
Siehe, von nun an werden mich seligpreisen alle Kindeskinder.
Denn er hat große Dinge an mir getan,
der da mächtig ist und dessen Name heilig ist.
Und seine Barmherzigkeit währt von Geschlecht zu Geschlecht
Bei denen, die ihn fürchten.
Er übt Gewalt mit seinem Arm und zerstreut,
die hoffärtig sind in ihres Herzens Sinn.
Er stößt die Gewaltigen vom Thron und erhebt die Niedrigen.
Die Hungrigen füllt er mit Gütern
Und lässt die Reichen leer ausgehen.
Er gedenkt  der Barmherzigkeit
und hilft seinem Diener Israel auf,
wie er geredet hat zu unseren Vätern
Abraham und seinen Kindern in Ewigkeit.
(Lukas 1,47-55)


An unserer Krippe haben sich zu den bekannten Krippenfiguren drei weitere Personen dazugesellt. Es sind Menschen, die viele Jahrhunderte nach Christi Geburt in ganz verschiedenen Ländern lebten, geeint durch eine Überzeugung: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Menschen dürfen weder wegen ihrer Hautfarbe noch wegen ihrer Religion benachteiligt werden! Dafür kämpften sie: Martin Luther King, Bartolome de las Casas und Paulus Vladimiri. Ihre Überzeugung entsprang ihrem christlichen Glauben.

Vielleicht hatten sie die Verse aus dem Lied der schwangeren Maria im Ohr: „Jetzt hebt er seinen gewaltigen Arm und fegt die Reichen weg samt ihren Plänen. Jetzt stürzt er die Mächtigen vom Thron und richtet die Unterdrückten auf. Den Hungernden gibt er reichlich zu essen und schickt die Reichem mit leeren Händen fort.“

Starke Worte dieser jungen Frau, die verstanden hat, wessen Geistes das Kind ist, das sie gebären wird. Es wird sich einmal den Armen und Rechtlosen zuwenden und in Worten und Taten zeigen: jeder Mensch ist Gottes Ebenbild,  gleich wert wie jeder und jede andere.  

Der 4. Advent ist Maria gewidmet, jedes Jahr. Einer unbedeutenden, werdenden Mutter, die über sich hinauswuchs. Sie hatte den Mut, den Reichen und Mächtigen ins Gesicht zu singen, dass der Geist Gottes ganz nah war. Er würde die bisherigen Regeln des Zusammenlebens auf den Kopf stellen;  Stolz, Reichtum und  Macht  würden ins Wanken geraten, ihr Wert verfallen.    

Die drei Menschenrechtler an der Krippe haben aus ihrem Glauben die Einsicht und Kraft gezogen, es Maria gleich zu tun. Und heute braucht es genauso Menschen, die auf dem Weg nach Bethlehem ihren Glauben an die Würde aller Menschen leben.

Gerhild Widdess, ehrenamtliche Mitarbeiterin der Bahnhofsmission

Sommer-Outfit für die Bahnhofsmission gesponsert

Die Mitarbeitenden der Bahnhofsmission sind schon von weitem an ihren blauen Westen zu erkennen, doch im heißen Sommer 2018 gerieten sie unter den Jacken oft ins Schwitzen. Damit hat es nun ein Ende: Dank der freundlichen Unterstützung des Sponsors „Degusto Feinkost“ aus Freiburg konnten 25 T-Shirts gekauft und mit dem Schriftzug der Bahnhofsmission bedruckt werden. Zwei Mitarbeiter der Firma übergaben die Shirts an die Bahnhofsmission.

 

Fahrradspende für die Bahnhofsmission

Im September bat die Ökumenische Bahnhofsmission Freiburg über facebook darum, ihr ein Fahrrad für lokale Dienstfahrten der FSJ-ler zu spenden. Bereits nach wenigen Stunden meldete sich das Fahrradhaus „Hild Radwelt“ aus Freiburg-Nord, und wenige Tage danach übergab Verkäufer Marco Neumann zwei generalüberholte Fahrräder an die FSJ-lerin Jennifer Müller.

Stammgäste im Nachtcafé: Deutsche Bahn Stiftung fördert neues Projekt der Bahnhofsmission

Mit 23.700 Euro aus ihrem „Themenfonds“ fördert die Deutsche Bahn Stiftung ein neues Angebot der Ökumenischen Bahnhofsmission Freiburg, das außerhalb der üblichen Öffnungszeiten stattfinden wird. Zum „Nachtcafé“ wird ab September 2018 etwa zwölfmal pro Jahr eingeladen. Das Angebot richtet sich besonders an Stammgäste der Bahnhofsmission, die auch in die Planung und Organisation der Abende eingebunden werden. Die Veranstaltungen sind jedoch auch für andere Gäste und Interessierte offen.

Sarah Gugel, eine der beiden Leitungskräfte der Bahnhofsmission, erklärt die Hintergründe des Projekts: „Wir  verstehen uns als Erstanlauf- und Weitervermittlungsstelle für Menschen in Not. Eine langfristige Begleitung, Aktivierung und Förderung von Gästen ist eigentlich nicht vorgesehen. Die tägliche Erfahrung zeigt aber, dass ein Großteil der Gäste die Bahnhofsmission täglich oder mehrmals wöchentlich nutzt und die Vermittlung an passende Fachberatungen von ihnen nicht unmittelbar angenommen wird. Für diesen Personenkreis möchten wir jetzt ein gezieltes Angebote machen, das zu einer aktiven Lebensgestaltung anregt.“

Kernzielgruppe des Nachtcafés sind Langzeit-Stammgäste, insbesondere Menschen mit psychischen Erkrankungen und Suchterkrankungen. Aus diesem Kreis wiederum werden bis zu acht Gäste, die durch eine gewisse Lebensstabilität und die Bereitschaft zum Engagement auffallen, zur Mitwirkung bei der Planung und Durchführung der Abende eingeladen. Sie arbeiten dann, je nach Fähigkeiten und Ressourcen, in einem Team mit der Leitung und ehrenamtlichen Mitarbeitenden an der Vorbereitung und Durchführung des Nachtcafés mit – z.B. bei der Gestaltung der Einladung, mit inhaltlichen Beiträgen oder bei der Bewirtung. Für jedes „Nachtcafé“ ist ein bestimmtes Thema aus den Bereichen Kunst, Musik, Literatur, Film, Politik oder Spiritualität angesetzt. Im geselligen Miteinander werden thematische Gespräche und Diskussionen geführt und/oder künstlerische Betätigung angeboten. Die  Inhalte werden innerhalb des Nachtcafé-Teams festgelegt. Sie sollen sich insbesondere an den Interessen und Fähigkeiten der mitwirkenden Gäste orientieren.

„Zentrales Anliegen des Projekts ist das Erlangen von Alltagskompetenzen für Menschen, die durch Wohnungslosigkeit, Drogensucht oder psychische Probleme viele dieser Kompetenzen verlernt oder vergessen haben.  Durch die Mitarbeit im Team können für diese Menschen neue Lebensperspektiven entstehen. Sie können ihre Fähigkeiten einbringen und erfahren, dass es sinnvoll ist, was sie tun. Sie tragen Verantwortung und haben Erfolgserlebnisse“, erläutert Sarah Gugel. 

Das Angebot findet am Abend statt, außerhalb der allgemeinen Öffnungszeiten. Sarah Gugel: „Damit wollen wir zum einen erreichen, dass das Angebot während der normalen Öffnungszeiten nicht unterbrochen wird. Andererseits soll damit erreicht werden, dass Gäste dieses Angebot bewusst nutzen und sich aktiv einbringen.“

Träger der Ökumenischen Bahnhofsmission Freiburg sind die Evangelische Stadtmission Freiburg e.V. und IN VIA Katholischer Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit in der Erzdiözese Freiburg e.V.


Die Badische Zeitung hat am 18.08.2018 ein Interview mit Sarah Gugel zum Projekt "Nachtcafé" veröffentlicht.

Kostenloser Haarschnitt für Obdachlose: Die „Barber Angels“ waren zu Gast bei der Bahnhofsmission Freiburg

Die bundesweit aktive „Barber Angels Brotherhood“ war am 6. Mai 2018 erstmals in Freiburg im Einsatz. In und vor den Räumen der Ökumenischen Bahnhofsmission am Hauptbahnhof boten die Friseure und Friseurinnen unter Leitung ihres „Zenturios“ Andreas Drotleff aus Ortenberg kostenlose Haar- und Bartschnitte für obdachlose und bedürftige Menschen an. Ministerpräsident Winfried Kretschmann war Schirmherr der Aktion. Für die Landesregierung nahm Bärbl Mielich, Staatssekretärin im Ministerium für Soziales und Integration des Landes Baden-Württemberg, an der Aktion teil.

Den ganzen Nachmittag über nutzten zahlreiche Gäste die Gelegenheit, sich frisieren zu lassen. Für die Damen stand auch eine Kosmetikerin bereit. Berührungsängste kamen bei den Kunden und Kundinnen kaum auf, da die Barber Angels ihre Aktionen immer in „Bikerkluft“ durchführen. Seit Anfang 2017 haben sie in über 40 Einsätzen in ganz Deutschland und Österreich mehr als 5.000 Menschen kostenlos Haare und Bärte geschnitten.

Die Bahnhofsmission hatte sich gerne bereit erklärt, für diese Aktion ihre Räume zur Verfügung zu stellen. „Die Barber Angels kümmern sich um ein Grundbedürfnis, das bei obdachlosen Menschen oft zu kurz kommt. Gepflegt zu sein erhöht das Selbstwertgefühl und steigert die Lebensqualität. Die Aktion liegt damit ganz auf der Linie der Bahnhofsmission und ergänzt unser Angebot“, erklären die Leitungskräfte Sarah Gugel und Philipp Spitzcok.

Träger der Ökumenischen Bahnhofsmission Freiburg sind die Evangelische Stadtmission Freiburg e.V. und IN VIA Katholischer Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit.

„Menschen bewegen“: Tag der Bahnhofsmission am 21. April 2018

Unter dem Motto „Menschen bewegen“ stand der bundesweite „Tag der Bahnhofsmission“ am 21. April 2018. Von 13 bis 17 Uhr luden die beiden Träger der Bahnhofsmission Freiburg - die Evangelische Stadtmission Freiburg und IN VIA in der Erzdiözese Freiburg - dazu ein, sich in der Halle des Freiburger Hauptbahnhofs über die Arbeit der Bahnhofsmission zu informieren. Auf einer Aktionsstrecke vom Reisezentrum bis hin zu den Räumen der Bahnhofsmission am Nordende von Bahnsteig 1 konnten Besucher und Besucherinnen am Glücksrad drehen, einen Rollstuhlparcour meistern, Gäste- und Mitarbeitendenportraits anschauen und sich mit Kuchen, Kaffee, Tee und Kakao stärken. Höhepunkt des Aktionstags war das Benefizkonzert der Band „Redhouse Hot Six“, die mit Oldtime-Jazz der 20er- und 30er Jahre für gute Stimmung sorgten.

Philipp Spitczok und Sarah Gugel, die Leitungskräfte der Bahnhofsmission Freiburg, wollten mit dem Aktionstag deutlich machen: „Die Bahnhofsmission Freiburg ist weit mehr als eine Hilfseinrichtung für Reisende am Bahnhof. Sie ist Teil des sozialen Hilfenetzwerks in Freiburg und eine wichtige Anlaufstelle für Menschen auf der Suche nach Orientierung."

Foto: P. Spitzcok

10.000 Euro für die Bahnhofsmission: „Ida-Siegwolf-Zustiftung“ zur Carl-Isler-Stiftung der Stadtmission

Mehr als 30 Jahre lang, bis zu ihrem 80. Lebensjahr, war Ida Siegwolf ehrenamtlich für die Evangelische Bahnhofsmission in Freiburg aktiv. Ihr Wunsch war, dass zum Erhalt der Bahnhofsmission eine Stiftung eingerichtet wird. Mit einer Zustiftung von 10.000 Euro zur bestehenden Carl-Isler-Stiftung der Stadtmission hat ihr Sohn Leonhard Siegwolf nun im Sinne seiner Mutter dazu beigetragen, dass ihr Engagement für hilfsbedürftige Menschen fortgesetzt wird. Die Gelder werden als „Ida-Siegwolf-Zustiftung“ geführt, deren Erträge ausschließlich der Arbeit der Bahnhofsmission zufließen.Ewald Dengler, Vorstand der Evangelischen Stadtmission und Mitglied im Stiftungs-Kuratorium, freut sich gemeinsam mit der Leiterin der Evangelischen Bahnhofmission Sarah Gugel über die zusätzlichen Mittel, die durch die Zustiftung zur Verfügung stehen: „Ehrenamtliches Engagement und finanzielle Zuwendungen sind für die Bahnhofsmission gleichermaßen unverzichtbar. Die Familie Siegwolf hat uns somit gleich doppelt unterstützt. Dafür sind wir von ganzem Herzen dankbar!“Ida Siegwolf wurde zweimal für ihr soziales und kirchliches Engagement ausgezeichnet: 1995 von der Evangelischen Stadtmission mit dem „Kronenkreuz der badischen Landeskirche“ und 2004 - an ihrem 90. Geburtstag - von der Stadt Freiburg mit der „Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg“.

Die Badische Zeitung berichtete am 8. Juni über die Zustiftung.

Foto (v.l.n.r.): Leonhard Siegwolf (Stifter), Sarah Gugel (Leiterin der Evangelischen Bahnhofmission), Ewald Dengler (Vorstand der Evangelischen Stadtmission und Mitglied im Kuratorium der Carl-Isler-Stiftung)

Vom Bahnhof in die Stadt: Tag der Bahnhofsmission am 22.4. 2017

Mitten in der Freiburger Innenstadt machte die Ökumenische Bahnhofsmission am 22. April Station. Am bundesweiten "Tag der Bahnhofsmission" luden die beiden Träger - die Evangelische Stadtmission Freiburg und IN VIA in der Erzdiözese Freiburg - dazu ein, auf dem Kartoffelmarkt mit hauptberuflichen und ehrenamtlichen Mitarbeitenden ins Gespräch zu kommen und sich auf Schautafeln zu informieren. Genau wie bei der Bahnhofsmission am Gleis 1 wurden die Gäste mit fair gehandeltem Kaffee, Tee, Schmalzbroten und hausgemachter Marmelade verköstigt. Für Kinder gab es gasgefüllte Bahnhofsmissions-Luftballons.
 
Philipp Spitczock und Sarah Gugel, die Leitungskräfte der Bahnhofsmission Freiburg, wollten mit dem Aktionstag deutlich machen: "Die Bahnhofsmission Freiburg ist weit mehr als eine Hilfseinrichtung für Reisende am Bahnhof. Sie ist Teil des sozialen Hilfenetzwerks in Freiburg und eine wichtige Anlaufstelle für Menschen auf der Suche nach Orientierung."

Bericht über die Bahnhofsmission im Konradsblatt

Im Rahmen der Serie "Konradsblatt in der Schule" hat der Oberstufenkurs Religion des Theodor-Heuss-Gymnasiums Freiburg die Bahnhofsmission besucht.

In der Ausgabe 12/ 2016 des Konradsblatts erschien der Bericht mit den Eindrücken der Schülerinnen und Schüler.

Hier können Sie den Bericht lesen.

Bericht im Reblandkurier

Über das Benefiz-Konzert, die Krippe und die Arbeit der Bahnhofsmission ist im Reblandkurier kurz vor Weihnachten 2015 ein Bericht von Alfons Theis erschienen.

Der Artikel ist hier auf Seite 11 zu finden.